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Konzern 1994 - jetzt
In den Jahren 1950 bis 1994 entwickelte sich aus einer Autohandelsfirma in der Rainergasse die Firma Rainer Kraftfahrzeughandels AG mit mehreren Filialen, einer hauseigenen Werbeagentur und einer eigenen Kundenzeitschrift.
Neben dem ursprünglichen Import und Handel mit Autos und Motorrädern (zeitweise auch Sportflugzeugen) reüssierte die Familie Ernst in der Entwicklung und im Betrieb der ersten sb-Tankstellen Österreichs. Zu diesen artverwandten Unternehmensbereichen gesellten sich im Laufe der Jahre weitere Betätigungsfelder. Der Kauf bzw. die Errichtung von Immobilienobjekten und deren anschließende Bewirtschaftung einerseits und die Kooperation in einer Filmproduktionsfirma andererseits spannten den Bogen so weit, dass der Gedanke zur Gründung eines Konzerns bereits vor einigen Jahren entstand. Doch wie so oft vergingen noch Jahre bis zur Umsetzung dieser Idee.
RAINER UND VERANSTALTUNGEN
Bereits in frühen Jahren nahm man bei Rainer eine Trend vorweg, Verkauf mit Erlebnis zu verbinden. Auch wenn „Veranstaltungen“ noch nicht „events“ hießen, wurden Geschäftseröffnungen mit dem „Cats“ - Ensemble oder Vorführungen von „Magic Christian“ gefeiert. Legendär waren die VIP-Model- Wahlen an der Niederlassung Sonnwendgasse (1995 mit Miß World Ulla Weigerstorfer in der Jury) oder die Künstlervernissagen in der Filiale Siemensstraße, es fanden in Kooperation mit Verlagen Dichterlesungen statt, Rainer präsentierte sich als Partner für Veranstaltungen unterschiedlichster Publikumszielgruppen. Einen der medialen Höhepunkte der Rainer-event-Geschichte stellte die Präsentation des Videos „Hinterholz 8“ in der Siemensstraße durch Hrn. Roland Düringer persönlich dar. Ganz im Stile des Films wurde ein silberner Mazda 323 von den Anwesenden „bearbeitet“, der entstandene Schaden fachmännisch geschätzt und von Hrn. Düringer zugunsten von Greenpeace gespendet.
RAINER UND KONZERT
Aber nicht nur „hausintern“ sorgte Rainer für Unterhaltung. Sei es, dass Yamaha Rainer als „Vorprogramm“ der Hallen-Trial-WM in der Wiener Stadthalle mit Richard „Richie“ Hitzler und einer Show die BesucherInnen auf das Abend-Event einstimmte, sei es, dass Adi Hirschall mit seinen wienerischen Liedern die ZuhörerInnen begeisterte, inzwischen sorgte bereits die 10.Yamaha- Rainer-Motorradshow für den jährlichen Zweirad-Saisonauftakt in Wien. Aber auch für volkstümliche musikalische Unterhaltung mit Künstlern wie Peter Rapp, Jazz Gitti, Hias, Horst Chmelar, Hydra u.a. in der Stadthalle zeichnete Rainer bereits verantwortlich.
RAINER UND RADIO WIEN
Kooperationen der besonderen Art verbanden und verbinden den ORF mit Unternehmen aus der Rainer- Gruppe. Einerseits ist der ORF in seiner Funktion als öffentlich rechtliches Medium wichtigster Partner der österreichischen Filmindustrie, andererseits benötigt der ORF Kooperationen mit der Wirtschaft, um seinem Auftrag nachkommen zu können. Gewinnspiele und Präsentationen des Senders u.a. anlässlich der großen Ostereisuche im Museumsquartier unterstützte Mazda Rainer mit Autos. Mehr als ein Dutzend GewinnerInnen durften sich auf diese Weise bereits über ihr neues Fahrzeug von RAINER freuen.
RAINER UND BÜRO
Nach der erfolgreichen Entwicklung und Vermarktung von Wohnbauprojekten wurde der Immobilienbereich um den Bereich Büro und Fertigungshallen ausgeweitet. Bestehende Bauten z.B. in der Gudrunstraße konnten nach dem Kauf ausgebaut und renoviert werden. Andere Objekte z. B. in der Autokaderstraße, Breitenfurterstraße, Landstraßer Hauptstraße und Strebersdorf wurden für international renommierte, langfristig mietende Unternehmen nach deren Bedürfnissen errichtet und werden für diese betrieben. In Siegendorf entstand auf einem 20.000m2 großen Grundstück ein kompletter Produktionsbetrieb mit Montage- und Fertigungshalle , Lager- und Büroräumen. In der Zwischenzeiterstreckt sich dieser Tätigkeitsbereich des Konzerns bis über die Grenzen Österreichs hinaus.
RAINER UND ERHOLUNG
Am Anfang stand der Erwerb eines Hauses der Gewerkschaft in Feichtenbach. Nach der Erarbeitung eines Konzeptes, den Umbau-und Renovierungsarbeiten mit den notwendigen Adaptierungen diente das Hotel in der Folge während mehrerer Jahre hindurch vorwiegend WienerInnen der Erholung und Rekonvaleszenz nach Krankheiten. Derart auf den „Geschmack“ gekommen folgte nun auch ein Engagement im Tourismus. Standorte in Berlin und Budapest bezeugen hier das internationale Wirken des Konzerns. Aber die Wurzeln waren und sind hier in Wien, wie das jüngste „Kind“ eindrucksvoll beweist. Für einen internationalen Betreiber wird gerade jetzt an der alten Adresse der Rainer - Zentrale in der Sonnwendgasse ein Hotel mit ca. 200 Zimmern errichtet.
RAINER UND KAROS
Neben dem Betrieb und der Vermietung von Industriehallen in der Stadlauerstraße entwickelte sich ein Karosseriebetrieb, der sich auf die Konstruktion und den Bau von Spezialaufbauten konzentrierte. Ob gepanzertes Fahrzeug für den Geldtransport, Einsatzfahrzeug für Feuerwehr oder Leichenwagen - in der Karos konnten auch die ausgefallensten Kundenwünsche erfüllt werden. In den folgenden Jahren veränderte sich das Unternehmensziel, Händler- und Werkstättenverträge mit Importeuren wurden abgeschlossen. Nach der Marke Suzuki wurden hier Neuwagen der Marken Seat und Fiat, sowie Gebrauchtwagen aller Marken verkauft, betreut und repariert. Der Betrieb wurde an die Firma Automondial verpachtet.
RAINER UND AUSBILDUNG
Das größte Potential eines Unternehmens liegt in der Leistungsbereitschaft und der Qualität seiner MitarbeiterInnen. Schon von Anfang an legte man bei Rainer daher großen Wert auf gute Ausbildung. Ungezählt ist daher schon die Anzahl der Lehrlinge, die hier Ihren Berufsweg begannen, einige sind in der Zwischenzeit auch schon hier in leitenden Positionen tätig. Frau Gabriela Lemberger, heute Vorstandsdirektor der Rainer AG, hatte es sich zur besonderen Aufgabe gemacht, die Lehrlingsausbildung zu forcieren. Hiefür erhielt sie vom WAFF die Auszeichnung als „Vorbildlicher Lehrbetrieb“
RAINER UND GESELLSCHAFT
Feste zu feiern hatte bei Rainer seit frühester Zeit Tradition. In Anwesenheit von Botschaftern und Wirtschaftsdelegationen wurden Betriebe eröffnet, Honoratioren von Gemeinden und Städten beteiligten sich gerne an Grundsteinlegungen von Immobilienobjekten zum Wohle besserer Wohnbedingungen und zusätzlicher Arbeitsplätze. Diese Verdienste wurden gesellschaftlich honoriert, die Universität verlieh den Titel eines Ehrensenators, höchste Ehrungen der Länder Wien und Niederösterreich würdigten das Schaffen des Firmengründers. KR Ernst, jetziger Vorstandsdirektor der Rainer AG, folgte erst vor kurzer Zeit dem Ruf der Kammer gleich an zwei Spitzenpositionen (Autohandel und Filmindustrie).
RAINER UND RAUCH
Als „jüngstes Kind“ in der Firmengeschichte ist der Einstieg in den Zigaretten-Vertrieb zu sehen. Zusammen mit dem früheren Marketing- Chef der Austria Tabak wurden mit „O´Neill“ und „Elixyr“ zwei junge Marken in jeweils zwei Sorten erfolgreich am Markt eingeführt. Mit „M Tabak“ folgt man auch hier einer Konzernmaxime: eine schlanke Organisation kann Kundenwünschen besser und vor allem schneller nachkommen, eingesparte Kosten kann man bei hoher Produktqualität in Form von niedrigeren Preisen an den Konsumenten weitergeben.




